Smartphone VR, günstig in die Virtualle Realität

Google Cardboard VR

VR Brille für Arme:-)

Nicht jeder kann oder will sich eine VR Brille wie die Oculus Rift oder HTC Vive leisten.
VR muss man aber erleben, um es beurteilen zu können. Und die oben genannten "echten" VR-Brillen sind aufgrund der Kosten für Brille, Grafikkarte usw. nichts, was man "mal schnell testen" kann.
Ein Handy bzw. in der moderneren Fassung, ein Smartphone, findet sich in jedem Haushalt.

Im Gegensatz zu einer "richtigen" VR-Brille ist VR mit dem Smartphone, eine günstige Variante von Virtual Reality.
Hierbei kommt das Smartphone in eine - im kostengünstigsten Fall - einfache Pappschachtel mit Linsen. (erste Version von Google`s Cardboard)

Mag lächerlich klingen, aber es funktioniert!

Smartphone VR mit Cardboard, was braucht man dafür?

Die erste, günstige Einstiegsvariante für VR-Einsteiger. Die "VR-Brille" könnte man sich selbst basteln, Google gibt auf der Projektseite sogar die Anleitungen dazu: VR mit dem Smartphone - Google Cardboard
Wer handwerklich so geschickt ist wie ich, kann sich auch eine der unzähligen VR-Brillen kaufen. Die Palette reicht von billigem Karton bis zu hochwertigen, gepolsterten Kunststoffbrillen mit teils sehr guten, verstellbaren Linsen. (Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der VR-Brille, nicht nur für Cardboards!)

Cardboard oder Daydream?

Grundsätzlich ist Google Daydream die neuere, premium-Variante von Cardboard VR. Wer sich ohnehin ein neues Smartphone kaufen will, sollte sich überlegen, ob es Sinn macht, sich gleich ein "Daydream Kompatibles Smartphone" zu besorgen.
Um VR am Smartphone einfach mal zu testen, reicht anfangs auch ein Gerät mit Gyrosensor und Android ab Version 4.1, die Cardboard App und eine Vielzahl von VR-Apps laufen damit schon.

Wie funktioniert Smartphone-VR?

Einfach gesagt:

ergeben zusammen schon die einfachste Variante von Virtual Reality;
Kosten= Smartphone (vorhanden)+Cardboard (hier gibt es von Karton bis high-end mit extra Sensoren alles Mögliche)
etwa €10,- bis einige hundert;

Welche VR Brillen fürs Smartphone ( Handy) gibt es?

Angefangen vom Google Cardboard, kamen hierzu unzählige, teils hochwertige Gehäuse auf den Markt.
Ich nenne diese Schachteln mit Linsen hier absichtlich Gehäuse, denn mehr ist es nicht.
Eine VR Brille ergibt sich erst aus dem Gehäuse (Cardboard, ob aus Karten oder eine "bessere" Variante) und dem Smartphone,
egal was die Händler da alles als VR-Brillen verkaufen^^
Die ehrlichen Produktbeschreibungen nennen das dann wenigsten "Cardboard VR Brille".

Eine diese Kunstoffbrillen habe ich schon ausführlich getestet, andere wieder zurückgeschickt. Im Wesentlichen sucht man sich ein Modell, das verstellbare Linsen hat und das eigene Smartphone aufnehmen kann.
Hier kommt es auf Display Größe und Außenmaße an, die Linsen selbst sollten in alle Richtungen verstellbar und von moderater Qualität sein, dann hat man als Brillenträger bis etwa -3 Dioptrien auch keine Probleme.
Wer seine eigene Sehhilfe benötigt, muss sich nach speziellen Cardboard VR Brillen umsehen,
die Platz für die eigene Brille lassen.


Alternativ gäbe es noch folgende VR-Brillen für das Smartphone, die für Brillenträger geeignet wären (verstellbare Linsen):

Wie man sieht, braucht man nicht hunderte Euros für ein ansehliches VR-Erlebnis auszugeben.
Ein Smartphone mit Gyrosensor vorausgesetzt!

Welches Smartphone für Cardboard-VR?

Grundsätzlich sollte die Cardboard App mit jedem Gerät ab Android 4.1 kompatibel sein. War für die erste Generation von Cardboard VR noch ein Full HD Display (ab 4,5") und ein Gyrosensor ausreichend (optional Magnet- bzw. Kompass-sensor),
so braucht die aktuelle Variante mit Google Daydream schon aktuelle Smartphones mit spezieller Zertifizierung seitens Google.

Wer noch keine Gelegenheit hatte VR zu testen und dafür nicht extra ein aktuelles Top-Smartphone kaufen will, für den sollte auch ein älteres Modell (aber unbedingt mit Gyroskop/Gyrosensor) mit Cardboard App in einer entsprechenden Cardboard Brille genügen.

Daydream unterscheidet sich zur ersten Cardboard Version in den Anforderungen an Display, speziell der Reaktionsgeschwindigkeit,
den Sensoren und erfordert Android Version 7.0 aufwärts, ansonsten gibt es keine Zertifizierung von Google und auch keine Daydream App.
(Von irgendwelchen frickeligen hacks mal abgesehen)
Details zu Google Daydream und aktuell zertifizierte Geräte

Smartphone Empfehlung für VR

Die oben genannten Voraussetzungen sind als Mindestanforderung zu sehen.
Für ein möglichst
optimales Ergebnis:

empfiehlt sich ein Smartphone mit Snapdragon 820 und höher, wie die Daydream-tauglichen im obigen Link.
Wobei Google (indirekt) Amoled-Displays voraussetzt, da diese eine geringere Verzögerung aufweisen, als klassische LCDs.
Amoled Displays haben aber wiederum (noch) ein erkennbares Pixelraster, selbst in 4k Auflösung.
Pixeldichte und VR für Details.

VR Smartphones, Marktübersicht und Kaufberatung

Google Cardboard VR

Smartphone VR Möglichkeiten

Als "günstiger" Einstieg in die Virtuelle Realität eignet sich unter bestimmten Voraussetzungen auch ein aktuelles Smartphone.
Aktuell hat sich zumindest der Gyrosensor (Gyroskop-Sensor) in fast allen Handys etabliert. Die Grundvoraussetzung für Google Cardboard wäre somit geschaffen.

Smartphone VR mit Cardboard, was braucht man dafür?

Die erste, günstige Einstiegsvariante für VR-Einsteiger. Die "VR-Brille" könnte man sich selbst basteln, Google gibt auf der Projektseite sogar die Anleitungen dazu: VR mit dem Smartphone - Google Cardboard
Wer handwerklich so geschickt ist wie ich, kann sich auch eine der unzähligen VR-Brillen kaufen. Die Palette reicht von billigem Karton bis zu hochwertigen, gepolsterten Kunststoffbrillen mit teils sehr guten, verstellbaren Linsen. (Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der VR-Brille!)

Da wir mittlerweile aber schon den Cardboard Nachfolger "Google Daydream" haben, sind die Voraussetzungen nochmal gestiegen:
So sind selbst viele der aktuellen Top-Smartphones nicht "Daydream Ready", selbst Geräte mit Anschaffungskosten von über €600,-.
Andererseits erfüllen billigere Geräte die Voraussetzungen für Daydream VR sehr wohl. Im folgenden möchte ich direkt zur aktuellen Marktlage Stellung nehmen.

Details zu den Hardwarevoraussetzungen habe ich bereits ausführlich erläutert,
Hier gibt es einerseits den alten "Cardboard" Standard und aktuell auch die neuere Plattform von Google´s Daydream. Grundlagen bitte in den folgenden links nachlesen:

VR mit Cardboard

VR mit Daydream

VR Smartphones, Marktübersicht

Hier müsst ihr euch entscheiden, ob Cardboard VR genügt, oder ob man sich gleich ein "daydream ready" Handy anschafft.
Grundlegender Unterschied liegt in den Anforderungen an die Hardware, wie in den obigen links erklärt.

VR Smartphones für Cardboard

Da die vollständige Liste hier zu umfangreich wäre und sich viele ihre Hardware mittlerweile auch günstig importieren "China-handys",
kann man sagen:

Jedes Smartphone der letzten paar Jahre mit

VR Smartphones für Daydream

offizielle Liste von Google: Daydream zertifizierte Smartphones Die Geräte kann man an einer Hand abzählen, hohe Anforderungen an CPU (Snapdragon 820 aufwärts), Sensoren (Reaktionsgeschwindigkeit) und Display (Reaktionszeit) 60hz refresh rate und Farbwechsel, Wechsel Graustaufen unter 5 ms bzw. 3 ms, sowie Android 7.0 und höher; zusätzlich noch die offizielle Zertifzierung seitens Google. "Daydream Ready"

Selbst aktuelle top-smartphones wie das Huawei P10 plus, neueste Modelle von LG und auch top-Modelle von Samsung erhalten keine "daydream ready" Zertifizierung und die entsprechenden Apps sind somit nicht ohne technische Tricksereien (hacks/root) lauffähig. (wohl mit Absicht will Samsung die Kompatibilität nur zur eigenen VR Plattform "Gear VR" einhalten)
Im Gegensatz dazu scheint Huawei, zwar mit eigener VR-Brille, aber doch mit Unterstützung der Daydream Plattform, mit Google zu kooperieren.
So hat der bekannte chinesische Smartphone Hersteller, der sich in den letzten Monaten einen guten Ruf im mittleren Preissegment erworben hat, nun schon mehrere Daydream zertifizierte Smartphones im Portfolio.

Hürden für Daydream Tauglichkeit:

Man fragt sich schon, warum selbst ein €600,- aufwärts Smartphone nicht "daydream ready" ist:

Ein nicht zur unterschätzendes Problem sind die Hardwareanforderung und das Hitzeproblem, das nach wie vor viele Smartphones haben:
Wird ein aktuelles Smartphone zu heiß, etwa bei aufwändigen Android Spielen, VR Apps usw., regelt es automatisch runter.
Dadurch wird das VR Erlebnis getrübt, das will man seitens Google mit "Daydream Ready" wohl verhindern!
Die Anforderungen an das Display und die Sensoren (qualitativer Natur)
Auch Akkulaufzeit und motion sickness sind ein Thema, weshalb viele "top" Geräte nicht Daydream zertifiziert werden.
Im Alltagsbetrieb merkt man davon freilich nichts, aber für virtual reality und speziell daydream muss das Handy einiges (über Stunden im Dauerbetrieb) leisten.

Vollständige Liste der Daydream tauglichen Smartphones laut Google (Stand Dezember 2017)

Nach ausführlichen Recherchen und lesen diverser Meinungen muss ich leider feststellen, dass die gelisteten Handys zwar kompatibel zu Daydream sind
doch jedes noch seine Schwächen im VR-Betrieb zu haben scheint.
Im gegensatz zu Cardboard dürfen "daydream ready" Smartphones im VR-Modus nicht in den Energiesparmodus und müssen auf voller Leistung arbeiten, was bei aktueller Technik der Prozessoren scheinbar deren Leistungsgrenze erreicht.

Da Daydream zwingend Android Nougat (7.0/7.1) voraussetzt, sollte man sich auch vorab informieren, ob der jeweilige Hersteller überhaupt regionale Updates anbietet. Bei den oben gelisteten hat das teilweise auch einige Monate gedauert, mittlerweile (Stand Mai 2017) wurden aber für alle Genannten Smartphones Updates auf Android Nougat ausgegeben.

Nach anfänglichen Update-Problemen wollte ich etwas warten, habe ich mir nun aber ein Axon 7 gekauft und bin sehr zufrieden, was die Alltagstauglichkeit und auch VR-Eigenschaften betrifft.

Welche VR Brillen fürs Smartphone ( Handy) gibt es?

Hier macht es zum Glück(kaum) einen Unterschied, ob Cardboard oder Daydream,
Denn selbst bei der ursprünglichen Cardboard VR Version wurden schon Bluetooth Controller empfohlen, um das Smartphone auch bei eingelegtem Zustand rudimentär bedienen zu können.
Ihr müsst euch also nicht unbedingt die recht teure und meiner Meinung nach hässliche "Daydream View"-VR Brille kaufen, um ein Daydream Smartphone mit den entsprechenden Apps nutzen zu können.

Hier noch ein paar meiner Artikel, wo daydream und Cardboard VR Brillen erläutert werden:

Wobei man sagen muss, die Daydream View VR-Brille fürs Smartphone besitzt einen Controller mit eingebauten Sensoren und touchpad, was sich auch im Preis (etwa €70,-) niederschlägt. Wenn ich an die frickelige Steuerung mittels Bluetooth-Controller meiner getesteten Cardboard Brille der ersten Generation denke, wird die Daydream View dann wohl doch intuitiver zu steuern sein?

Steam VR und VR Spiele

Sogar SteamVR funktioniert im Zusammenspiel mit Smartphone VR,
Hierfür benötigt ihr aber eine Zusatz-Software wie Riftcat in Verbindung mit der App "Vridge", Trinus VR wäre hier noch als Alternative zu nennen, Trinus funktioniert mittlerweile sehr gut, um eine "echte" VR-Brille wie Occulus Rift bzw. HTC Vive durch Smartphone VR ersetzen(!) zu können.

Viel Spaß in der Virtuellen Realität!