richtige Grafikkarte für VR
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Die "richtige" Grafikkarte, nicht nur für Virtual Reality
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Welche Grafikkarte für VR

Aufgrund vieler Suchanfragen zum Artikel VR Grafikkarte
und persönlicher E-mails zu dem Thema Grafikkarte für VR,
möchte ich nun einige Monate später die aktuelle Marktsituation aufgreifen und die Situation neu bewerten:

Die richtige Grafikkarte

Gibt es die richtige Grafikkarte?

Es gibt weder die "richtige" Grafikkarte noch wird man jemals mit einem Hardwarekauf langfristig glücklich sein.
Nicht nur dass sich die Technik ständig weiter entwickelt, baut doch die gesamte Industrie und die Webseiten/Magazine, die darüber schreiben, darauf,
dass ständig neue Anforderungen an die Hardware und Grafikkarten im Speziellen,
gestellt werden.

Gaming Grafikkarten

Grafikkarten für Spieler waren schon immer im obersten Preissegment zu finden,
erfordern die jeweils aktuellen games eben das, was die derzeit beste GPU hergibt.
Aktuell kann man sich aber noch für "nur" Full HD Gaming entscheiden, wenn man noch keinen 4k Monitor sein Eigen nennt.
Full HD Auflösung (1920x1080 bzw. 1920x1200) schaffen die allermeisten, sogar Budget-Grafikkarten, die innerhalb des Jahres 2016 oder später veröffentlicht wurden. AMD RX480 bzw. NVIDIA GTX1050 haben mit FHD in der Regel keine Probleme, bei 2k /4k und erst recht
bei Virtual Reality
wird es aber schnell anspruchsvoller.

Die richtige Grafikkarte für VR

Zwar gibt es noch immer keine VR-Brillen mit 4k Auflösung, nicht weil es nicht möglich ist,
Displays mit dieser hohen Pixeldichtezu fertigen, sondern weil es selbst die absoluten top-Grafikkarten nicht schaffen würden:
2 (stereoskopische) Displays mit jeweils 3840x2160 Pixeln flüssig und in hoher Deteilschärfe zu versorgen.
Deshalb lösen Occulus und Vive "nur" mit jeweils zweimal 1080x1200 Pixeln auf.

Diese Flagschiffe der "echten" VR-Brillen, die schon seit geraumer Zeit verfügbar sind,
müssen (mussten) sich natürlich der zum Erscheinungszeitpunkt bestehenden Marktsituation anpassen und seien wir ehrlich:
Wenn man in den Mindestvoraussetzungen anno 2013 (Entwicklerversionen) eine GTX Titan,
die damals gerade erst zu utopischen Preisen erhältlich war, angegeben hätte, wäre es wohl nie über Entwicklerversionen hinausgegegangen.

So muss man sich auch als VR-Hardwarehersteller an einer möglichst große Zielgruppe orientieren und die Systemvoraussetzungen so realistisch angeben.
nach dem Flagschiff der 900er GTx Serie, der 980 Ti, sind aber mit der Pascall Generation (Nvidia) und der RX470/RX480 (AMD)nun auch günstigere Modelle vorhanden, mit denen man besagte VR Brillen vernünftig betreiben kann.

Die richtige Grafikkarte für Virtual Reality

Meiner Meinung nach ist die richtige Grafikkarte immer ein Kompromiss aus:

Ich für meinen Teil habe mich deshalb vor einigen Monaten für diese VR Grafikkarte entschieden,
als das Thema 4k Monitore noch kaum eines war.
Wichtig war mir nur eine VR-taugliche Karte mit geringem Verbrauch für den Bürobetrieb.
Zeitgemäße Spiele in Full HD meisterte die beinahe 300,- Euro teure Grafikkarte in hohen bis ultra Settings.
Der neue Skylake i3 mit 3,9 Ghz schien sich schon fast zu langweilen.

Bliebe man auf dieser Momentaufnahme, wie sie schon jeder von uns öfter erlebt hat, stehen,
hätte früher oder später jeder Enthusiast die bestmögliche Hardware um auf höchsten Details flüssig spielen zu können.

Wozu eine neue Grafikkarte kaufen?

Da Fortschritt eben das Gegenteil von Stillstand ist, entstehen neue Bedürfnisse oder werden von der industrie geweckt:-)

Grafikkarte zu stark? gibt es nicht - neue Einsatzzwecke müssen geschaffen werden!

Da hatte man also eine neue Grafikkarte der Pascall-Generation (GTX 1060, GTX 1070, GTX1080), oder ein AMD-Pendant (RX470, RX480),
und glaubte nun endlich das Geld für einen Urlaub anstatt für teure Hardware ausgeben zu können, schon war Full HD "nicht mehr genug".

Noch nie war eine Grafik-Evolution so drastisch wie beim Sprung von Full HD 1920x1080 (16:9) bzw. 1920x1200(16:10) auf Ultra HD 3840x2160(16:9).
(Es gibt auch hier 16:10 Formate, aber die Gesamthöhe des Monitors widerspricht jeglichen ergonomischen Empfehlungen.)
Aus der vierfachen Pixelanzahl resultiert ein viermal höherer Rechenaufwand für die Grafik-Hardware.

Und schon haben wir die Balastungsgrenze der eben noch richtigen Grafikkarte erreicht!

VR-tauglich ist die GTX1060, aber ist sie die richtige?>
                     <h2>Was hat 4k aber mit VR zu tun?</h2>
                     <p>
                     Etwa zeitgleich mit hochauflösenden Displays, speziell in Smartphones,
                     hat sich auch die Virtual Reality Szene Eines der wichtigsten Kriterien für VR ist nunmal die Pixeldichte
Und nein, das ist kein Marketing-Geschwafel! Trotz meiner leicht eingeschränkten Sehschärfe bzw. Kurzsichtigkeit,
Habe ich mich dazu verleiten lassen einen QHD Monitor (2560x1440 Pixel)
auf Amazon zu kaufen.

Obschon ich dachte, Full HD und ultra Details wären das ultimative Erlebnis, so wurde ich eines besseren belehrt.
Da meine Grafikkarte aber selbst damit - entgegen anfänglicher Befürchtungen - doch noch nicht ausgereizt war, habe ich das Teil zurückgeschickt und mir gleich einen UHD geholt und keine "Zwischenlösung" (QHD).

Bei üblichem Betrachtungsabstand von 60-80 cm zum Display macht sich der Unterschied von

Zwar erreicht man mit genannter Grafikkarte unter 4k und ultra Details bei aktuellen Spielen kaum die 60FPS,
(alles darüber empfinde ich persönlich wirklich als unnütz - shooter wahrscheinlich sind ein anderes Thema)
in Sachen Bildqualität spielt der 4k aber schon wieder in seiner eigenen Liga.

Entgegen meiner früheren Annahme, 2k sollte für Cardboard-VR ausreichen, musste ich nun meine anfängliche Meinung überdenken.
Da es zu dem Zeitpunkt aber noch keine (echten) 4k Smartphones für Cardboard-VR gibt,
habe ich das Thema VR erstmal beiseite gelegt.

Schlusswort

Abschließend bleibt leider nur zu sagen, dass es die "richtige Grafikkarte" bestenfalls zu einem bestimmten Zeitpunkt
und da nur für klar definierte Anwendungsfälle gibt!
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Anforderungen ständig steigen und kaum ist eine richtige Grafikkarte für eine Anwendung/ein Spielgefunden, kann sich die vermeintlich "richtige" Wahl als veraltet herausstellen.

Ich für meinen Teil kann die VR Experimente mit der GTX1060 weiterhin genießen und kann mich glücklich schätzen,
dass eine etwa 5 Monate "alte" Grafikkarte nach wie vor das beste Preis/Leistungsverhältnis bietet.