VR Software Trinus VR im Test (mit Anleitung)

War Trinus VR bei meinem ersten Test vor etwa einem Jahr noch recht beschränkt in der Funktionalität, so haben die Entwickler der Software nun einiges aufgeholt!
Folgend teste ich die Streaming Software für Cardboard VR nochmal unter folgenden Punkten:

Trinus VR Installation

Trinus VR Systemanforderungen

Voraussetzung ist natürlich ein Cardboard-taugliches Smartphone, was ja mittlerweile keine große Herausforderung sein sollte;
Einfach im Play store "Google Cardboard" eingeben! Die Entwickler von Trinus VR selbst empfehlen als Prozessor mindestens Snapdragon 800 und einen Gyrosensor (Ich selbst konnte auch ohne Gyro testen - Huawei P9 lite;)
Wenn wir schon im Playstore sind, installieren wir gleich "Trinus VR Lite"!

Auf der PC-Seite muss dann die "Trinus VR Server" -Software installiert werden.Hier wird ein i5 der 4. Generation bzw. ein FX 6350 als CPU empfohlen. Betriebssystem mindestens Windows 7. ( Ich selbst teste mit einem i3-6100, was absolut ausreicht.)

VR-Software für PC (Server) und Smartphone-Cardboard (client)

Wie schon oben erwähnt, auf dem PC installiert man nur den "Trinus VR Server"


Am Smartphone "Trinus VR" die Lite Variante genügt vorerst.
Will man die App länger als 15 Minuten ohne Unterbrechung nützen, gibt es die Vollversion um € 8,99 zu kaufen.

Das wars auch schon zum Thema Installation, die PC-Software kann noch im Detail konfiguriert werden, Display Größe, Cardboard Variante, Auflösung usw.
folgend ein Screenshot der Konfigurationsmöglichkeiten von Trinus VR:

Trinus VR Konfigurieren

Wie funktioniert Virtual Reality mit der Trinus Software?

Trinus war zu anfang fürs Streaming der PC-VR auf das Smartphone,
mittlerweile verfügt die VR-Software aber über umfangreiche Funktionalitäten im Bereich Virtual Reality PC<->Smartphone VR. In Verbindung mit einer (Cardboard-) VR Brille erreicht man (fast) ein echtes VR Erlebnis. (zu einem Bruchteil der Kosten für Occulus bzw. Rift.)

Der große Vorteil dieser Variante (im Gegensatz zu Vridge etwa), ist, dass die Ausgabe jeder Anwendung auf die Smartphone VR Brille gebracht wird.
Trinus VR funktioniert somit auch, wenn die Anwendung bzw. das Spiel gar kein VR unterstützt!

Trinus VR unterstützt auch head-tracking und Sensor- bzw. Mauseingaben.
Selbst bei Handys ohne Gorosensor funktioniert die Steuerung nach einigem Rumbasteln mit "sensitivity" und "dead zone"
im Sensoren Menü der Trinus VR Server Software.
Auch in der App selbst gibt es einige Einstellungen zu Sensor-modi "lens compensation" usw.

Die option "Fake3D" ist automatisch aktviert und erzeugt bei älteren Spielen, bzw. Anwendungen, die kein VR unterstützen,
automatisch ein stereoskopisches Bild. Das Ergbnis sieht meiner Meinung nach ganz ansehnlich aus, auch wenn es nicht mit der Immersion von "echtem" VR vergleichbar ist.

SteamVR funktioniert in diesem Sinne natürlich auch, Trinus streamt jedes aktivierte Fenster aufs Smartphone, so auch Spiele mit SteamVR.
Ehrlich gesagt kann ich zu den aktuellen VR-Demos keinen wahrnehmbaren Unterschied feststellen, fehlen mir auch die nötigen Sensoren für das vollständige SteamVR-Setup.

Kosten von Trinus VR

Die Server Software für den PC ist kostenlos und unbeschränkt lauffähig. Die "lite" Version der App bricht nach 15 Minuten ab, was aber für den Anfang völlig ausreicht, Ansonsten fallen eben die € 8,99 für die unbeschränkte Version der Trinus VR App an (ohne "lite")
Stundenlanges Tragen der VR-Brille ist aufgrund diverser noch vorhandener Einschränkungen (Temperatur des Smartphones, motion sickness, Orientierungslosigkeit usw.) ohnehin nicht empfehlenswert.

16.12.2017 Aufgrund meiner Tests mit dem Axon 7 und Cardboard VR habe ich die Trinus VR-Software nochmals ausführlich untersucht:

trinus vr